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Innovationspark Zürich 2020: ein Auf und Ab wie beim «Leiterlispiel»

8.3.21
Author: René Kalt
Leiterlispiel Innovationspark Zürich 2020

Nicht ohne Grund haben wir all jenen, die den Innovationspark im Jahr 2020 tatkräftig unterstützten, ein «Innovationspark-Leiterlispiel» zu Weihnachten geschenkt. Denn in diesem Jahr ging es in der Entwicklung des Projekts wirklich auf und ab!

Zuerst natürlich die guten Nachrichten: Freudig stimmt uns der Umbau des ETH-Teils im Hangar 3: In der Zwischenzeit sind die «Competition Teams» Swissloop, e-Sling, AMZ Racing und ARIS eingezogen. Und im Labor des Centre for Immersive Wave Experimentation von Prof. Johan Robertsson wird bereits geforscht. Auch das Experimentierlabor der Startbahn 29 im umgebauten Betriebsstoffgebäude hat im August seinen Betrieb aufgenommen: Rund 500 Kids und Jugendliche haben in über zwanzig Klassen-Workshops und Ferien-Camps beispielsweise mit Schall und Strom experimentiert, mehr über Plastik oder das menschliche Gehirn erfahren oder selbst ein Exoskelett respektive einen Tanzroboter programmiert. Schliesslich testeten in unserer Drohnenflughalle im Hangar 3 unter anderem Dufour Aerospace ihr Demonstrationsflugzeug mit ihrer VTOL-Technologie sowie Sevensense ihren Putzroboter. Und erst kürzlich hat Tinamu Labs, ein Spin-off der ETH Zürich, ihre Drohne, die für industrielle Anwendungen wie Inspektionen innerhalb eines Staudamms im Einsatz ist, bei uns getestet. Wir waren per Video dabei.

Auch in unserem «Warteraum für Firmen» bei der Maagtechnic haben sich weitere drei Unternehmen angesiedelt – dezentral notabene, weil der Gerichtsentscheid für die Umzonung der Randbebauung nach wie vor aussteht. Und mit Airbus, Akenza, Habasit, embotech und Dufour Aerospace haben weitere Unternehmen ihre Absicht mit einem LOI bestärkt, sich mittel- bis langfristig auf dem Innovationspark niederzulassen.

Die beiden Innovationspark-Standorte Zentralschweiz und Ticino sind 2020 einen grossen Schritt an den Innovationspark Zürich herangerückt: Die nationale Stiftung Switzerland Innovation hat ihre beiden Assoziierungsgesuche im Sommer für gut befunden. Die Assoziierungsverträge sollen bis Ende März 2021 unterzeichnet werden und die Zusammenarbeit hat bereits gestartet.

Erfreulich ist auch der Blick auf das «big picture» – also darauf, worum es beim Generationenprojekt Innovationspark letztlich wirklich geht: um seinen Beitrag an die Wertschöpfung unserer Region und seine Auswirkungen auf das Innovationsökosystem. Eine Studie des unabhängigen Schweizer Instituts für Wirtschaftsforschung BAK Economics aus dem Jahr 2020 kommt auf eindrückliche Zahlen:

In- und ausserhalb des Innovationsparks Zürich sollen weit über 10'000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, was unter anderem zusätzliche Steuereinnahmen von mehreren Dutzend Millionen Franken für Kanton und Gemeinden generieren könnte. Den kumulierten volkswirtschaftlichen Effekt beziffern die Ökonomen für den Kanton mit rund 2.5 Mrd. Franken jährlich. Aber auch schon die Arealentwicklung hat positive volkswirtschaftliche Effekte von mehreren Hundert Millionen Franken. 

Verwaltungsgerichtsentscheid und Corona drosseln das Tempo

Gebremst wurde das zügige Vorwärtskommen unseres Projekts einerseits durch den im Juli kommunizierten Entscheid des Verwaltungsgerichts, den kantonalen Gestaltungsplan aufzuheben. Dieser hätte die Neubauten auf dem Areal möglich gemacht. Der Stiftungsrat des Innovationsparks Zürich unterstützt den Regierungsrat in den Planungsaktivitäten für das Areal. Stiftungsratspräsident Peter E. Bodmer engagiert sich in der neuformierten Task Force unter Leitung von Roman Bächtold, welche bis im 2. Quartal unter Einbezug aller Stakeholder einen Synthesebericht als Grundlage für die Raumplanung erstellt.

Aber auch das Corona-Virus hat im Jahr 2020 unsere «Spielfigur» gefühlt ein paar Felder zurückziehen lassen: Von den rund 170 geplanten Events konnten effektiv nur die Hälfte durchgeführt werden.

Berg- und Talfahrten gehören bei einem Projekt in dieser Grösse und Komplexität bisweilen dazu und bedürfen bei allen, die zum Gelingen beitragen, einer grossen Portion Geduld und Resilienz. Auch das laufende Jahr dürfte einige «Ups» und «Downs» für uns bereit halten.

Wer sich selbst ein Bild des Innovationsparks Zürich vor Ort machen möchte, laden wir herzlich zu einer unserer öffentlichen Führungen ein – so das Virus uns lässt…

Bestellen Sie unser Leiterlispiel!

Möchten Sie zu Hause das Auf und Ab des Innovationspark-Leiterlispiels erleben? Dann bestellen Sie Ihr Spiel mit Mail an zurich@switzerland-innovation.com mit Angabe Ihrer Postadresse. Wir schicken es Ihnen gerne zu.