News Overview

Rückblick 2018: Fundament für die weitere Entwicklung des Innovationsparks gelegt

29.11.18
Author: René Kalt
Hangar 3 nach Umbau

2018 hat die Stiftung des Innovationsparks Zürich verschiedene zentrale und sichtbare Grundlagen erarbeitet, um den Start des Innovationsparks vorzubereiten: In einer Zone für öffentliche Bauten wurden 10'000 m2 Land übernommen und das Areal dank des zurückversetzten Zauns für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mit dem Bau und der Eröffnung des Informationspavillons mit öffentlichem Café und dem Büro der Geschäftsstelle im März 2018 hat das Generationenprojekt ein Gesicht bekommen. Und durch die Ansiedlungen von ETH-Teams und mit ihnen verbundenen Start-ups in den Bestandesbauten finden erste Forschungsaktivitäten vor Ort statt. Da zurzeit noch keine Unternehmen angesiedelt werden können, wurden beim Bahnhof Stettbach 600 m2 Bürofläche für einen dezentralen Innovationspark bereit gestellt. Dieses «Wartezimmer» wird nun gefüllt.

Grundlegende Themen aus den Bereichen Raumplanung, Immobilien, Nutzeransiedlung und Organisation prägen die von Stiftung und Kanton vorangetriebenen Arbeiten:

  • Der Kanton Zürich und Bund haben über die Landverträge rund um die erste Etappe von 36 Hektaren verhandelt. Das dreiteilige Vertragswerk, welches die Übergabe des Areals regelt, wird im Dezember 2018 unterschrieben. Anschliessend ist die Vergabe von Unterbaurechten durch den Kanton vorgesehen.
  • Mit der WTO-Ausschreibung hat die Stiftung mit HRS einen Arealentwickler evaluiert. Dieser übernimmt die Immobilienaufgaben (Gesamtplanung, Sanierung der Bestandesbauten und Neubauten auf den Baufeldern) und entwickelt beziehungsweise bewirtschaftet gleichzeitig mit der Stiftung das zukünftige Ökosystems des Parks. Der Start für die Zusammenarbeit ist für Anfang 2019 geplant.
  • Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat am 28. November 2018 dem Kantonsrat einen Verpflichtungskredit von CHF 217.6 Mio. für den Innovationspark beantragt, wobei der grösste Teil des Kredits über die Betriebszeit des Parks an den Kanton zurückgeführt wird. Hier geht's zur Medienmitteilung vom 28. November
  • Unternehmen, welche sich mittel- bis langfristig auf dem Innovationspark niederlassen möchten, haben sich in einem dezentralen «Wartezimmer» des Parks auf dem Areal von Maagtechnic in der Nähe des Bahnhofs Stettbach angesiedelt. 
  • Das Profil und die Ausrichtung des Innovationsparks wurde geschärft und auf die Branchencluster Robotik, Raumfahrt und Materialwissenschaften ausgerichtet – Cluster, die für den Wirtschafts- und Wissenschaftsraum Zürich sinnvoll sind.
  • Zur Brandbildung des Parks finden 2018 über 100 Veranstaltungen und Führungen mit gesamthaft über 6'000 Besuchern sowie über 50 Vorträgen statt, an welchen das Konzept und der Roll-out des Parks vorgestellt werden.
  • Die Stiftung hat eine Machbarkeitsstudie für eine zukünftige Testinfrastruktur für alle Formen der Mobilität (Drohnen, selbstfahrende Fahrzeuge, Roboter, Hyperloop-Technologie etc.) erarbeitet. 
  • 2018 wurden verschiedene Beschwerdeverfahren und Rekurse zum Kantonalen Gestaltungsplan sowie zur Umzonung der Randbebauung und Umnutzung der Halle 3 begleitet. Ein Verfahren wurden entschieden: Das Umnutzungsgesuch der ETH ist rechtskräftig. Das Verwaltungsgericht hat grünes Licht für den Innenausbau gegeben. Im Oktober 2018 hat das Baurekursgericht die Beschwerden auf den Kantonalen Gestaltungsplan abgewiesen (Medienmitteilung vom 2. November 2018). Noch ist nicht klar, ob die Rekurrenten das Verfahren an die nächste Instanz weiterziehen. Ebenfalls wurde die Umzonung der Randbebauung am 18. November 2018 von der Gemeinde Dübendorf publiziert, welche mit fünf Rekursen beim Bezirksrat blockiert waren. Die Umzonung wurde am 26. November 2017 vom Dübendorfer Stimmvolk mit knapp 60 Prozent in einer Volksabstimmung angenommen. 
  • Es wurde ein alternatives Aufstartszenario entwickelt, mit welchem der Innovationspark vom militärischen Betrieb entflechtet wird und eine einfache Erschliessung gesichert werden kann. Dies ist auch eine Vorsichtsmassnahme, sollten die politischen Entscheide hinsichtlich der neuen Flugplatzbetreiberin länger dauern als vorgesehen. 
  • Mit den möglichen zukünftigen Standortkantonen Tessin (Bellinzona) und Zentralschweiz (Rotkreuz) wurde ein Assoziierungsverfahren gestartet, welches die Vernetzung der beiden Innovationsparks mit dem Standortträger Zürich zum Ziel hat. Dieses Verfahren musste neu entwickelt werden, da es erstmalig für Switzerland Innovation ist, dass man eine Erweiterung des Netzwerks in Betracht zieht.
  • Der Stiftungsrat soll reorganisiert werden, um den Herausforderungen der nächsten Periode (2019-2021) optimal gerecht zu werden. Das Gremium soll von der Politik entflechtet werden, um so die Governance des Kantons zu garantieren. Ausserdem soll die privatwirtschaftliche Ausrichtung des Parks vorangetrieben werden. 

Mit diesen Vorbereitungsarbeiten kann die Stiftung ab 2019 strategisch und operativ die weiteren Ausbauetappen an die Hand nehmen. Eine zeitliche Verzögerung ist durch die Beschwerdeverfahren zu erwarten. Ebenso sind die Ressourcen der operativen Einheit der Stiftung sicherzustellen.

28. November 2018 / René Kalt, Geschäftsführer Innovationspark Zürich